Jahresbericht 2011 des Bundesvorsitzenden

Bundeshauptversammlung, 12. Mai 2012

Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. (Röm. 12,21, Jah­reslosung) Gemäß dieser Empfehlung des Apostels Paulus haben wir auch im Jahr 2011 gesungen und musiziert. Traurige sind getröstet worden, Enttäuschte haben neuen Mut gewonnen, Fragende haben Antworten erhalten. Das Engagement unserer Sängerinnen und Sänger, unserer Musikreferen­ten, Verwaltungsmitarbeiter und Verwaltungsmitarbeiterinnen und unserer Vorstandsmitglieder ist ungetrübt und groß. Dankbar sind wir auch für die Menschen, die treu und zuverlässig die Arbeit des Evangelischen Sängerbundes unterstützen durch die Mitgliedsbeiträge und Spenden, aber besonders auch durch das Gebet.

Im Jahr 2011 hat sich der Bundesvorstand neben den traditionellen zwei Sitzungen in der ersten und zweiten Jahreshälfte am 27. und 28. Mai und am 11. und 12. November 2011 zusätzlich zu einer Klausurtagung am 1. Oktober 2011 getroffen. Ergebnisse aus der Klausurtagung sind in die weiteren Beratungen und Beschlussfassungen eingeflossen.

Die zu behandelnden Arbeitsfelder sind:

1. Struktur der Mitgliedschaft
2. Kooperation mit Verbänden
3. Angebote, Gemeindesingen, Senioren
4. Werbung und Druckmaterialien
5. Immobilie, Zinsen, Spenden
6. Optimierung der Personal- und Sachkosten

 

Außerdem traf sich der Geschätfsführende Vorstand am 9. April 2011.

 

1. Struktur der Mitgliedschaft

 

Zwischen der Bundeshauptversammlung 2011 und heute ist die Anzahl der gemischten Chöre um 10 von 123 auf 113 gesunken, die Anzahl der Männerchöre 2, Frauenchöre 4, Jugendchöre 7 und Kin­derchöre 2 ist konstant geblieben. Die Prognose, dass die Anzahl der Chöre jährlich um ca. 10 % sinkt, ist eingetreten. Die Anzahl der Mitglieder in den gemischten Chören beträgt 2.545 (minus 203), in den Männerhören konstant 43, in den Frauenchören konstant 101. Die Anzahl der Einzelmitglieder hat sich um 14 Personen auf 677 reduziert. Bis auf 22 Einzelmitglieder, die 2011 dazu gekommen sind, gelingt es also immer noch nicht flächendeckend, die Sängerinnen und Sänger aus den Chören, die sich abgemeldet haben, zu bewegen, eine Einzelmitgliedschaft zu beantragen. Das ist bedauer­lich.

Die Finanzentwicklung zeigt, dass die Anzahl der Chormitglieder nicht mehr tragfähig ist, um die Per­sonal- und Sachkosten finanzieren zu können. Ein Netzwerk soll aufgebaut werden, damit im Bereich des Gnadauer Gemeinschaftsverbandes und der Evangelischen Allianz die Kontakte zwischen den Musikern und Sängern verbessert werden. Damit lässt sich zwar kurzfristig keine Verbesserung der Finanzsituation erzielen. Aber der Bekanntheitsgrad des ESB wird so hoffentlich vergrößert.

Die von der Bundeshauptversammlung am 28. Mai 2011 beschlossene Neufassung der Satzung des Evangelischen Sängerbundes ist im Oktober 2011 in das Vereinsregister eingetragen worden.

 

2. Kooperation mit Verbänden

 

Die Zusammenarbeit mit dem Christlichen Sängerbund wird ausgeweitet. Chorfreizeiten beider Ver­bände werden zuküntfig zusammen beworben und sind für Sängerinnen und Sänger beider Verbände offen.

Auch der Kontakt zum EC und zum Gnadauer Gemeinschaftsverband soll ausgebaut werden.

 

3. Angebote, Gemeindesingen, Senioren

 

Schulungen und Seminare bilden Schwerpunkte der Arbeit der Musikreferenten. Dabei soll auch Sprecherziehung für Prediger und Moderatoren angeboten werden, sowie Einführung-, Fort- und Weiterbildung für Menschen, die zum Singen anleiten wollen.

 

4. Werbung und Druckmaterialien

 

Singt dem Herrn sollte ein “neues Gesicht” bekommen. Die Zeitschritf heißt nun “esb-netzwerk, Singt dem Herrn”. Die erste Ausgabe ist bereits verteilt worden und ist von vielen positiv aufgenommen worden.

 

5. Immobilie, Zinsen, Spenden

 

Die Bauunterhaltung der Geschäftsstelle in Wuppertal, Bremer Straße 2, ist kostspielig. Momentan werden nur unbedingt notwendige Reparaturmaßnahmen vorgenommen. Der Bundesvorstand sieht einen Handlungsbedarf und wägt unterschiedliche Optionen kritisch ab.

Der Zinsverfall beeinträchtigt auch das Vermögen des Evangelischen Sängerbundes. Weitere Ausfüh­rungen können dem Bericht des Bundesschatzmeisters entnommen werden.

 

6. Optimierung der Personal- und Sachkosten

 

Es wurde überlegt aus der Kirchlichen Zusatzversorgungskasse (KZVK) auszutreten, um die Nebenkos­ten für das Personal zu reduzieren. Von diesem Vorschlag ist Abstand genommen worden.

Wir haben im Jahr 2011 in Anlehnung an die gültigen Tarife im öffentlichen Leben die Sonderzuwen­dungen an die Mitarbeitenden in voller Höhe bezahlt. Ob das zuküntfig noch möglich sein wird, ist zu prüfen. Das sollte jedenfalls nur im gegenseitigen Einvernehmen geschehen. Es gibt momentan aber keine Überlegungen, Personal abzubauen, auch wenn die Einnahmen durch Spenden und Mitglieds­beiträge nicht mehr die Ausgaben decken. Denn die Mitarbeitenden im Evangelischen Sängerbund sind ein hohes Gut und Wertschätzung ist wichtig.

 

Damit ist in aller Kürze der Bericht über das Jahr 2011 erfolgt. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Uwe Hasenberg, Pfr.
Bundesvorsitzender

Gevelsberg, 10. Mai 2012

 

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