Reisebericht zum Bundessängerfest 2014 vom G-Chor des CVJM Dreis-Tiefenbach

Reise zum Bundessängerfest 2014 in Spremberg (Lausitz)

Als fröhlich singende Chorgemeinschaft, bunt gemischt aus Mitgliedern der Gemischten Chöre Dreis­tiefenbach und Bürbach mit Angehörigen und Teilnehmer/innen aus Kaan-Marienborn, Oberschelden, Weidenau, Brauersdorf und Wilden starteten wir am Donnerstag, dem 19.06. frühmorgens ab Dreis-Tiefenbach zum Bundessängerfest 2014 nach Spremberg, einem Ort im äußersten Osten Deutschlands, im Land Brandenburg in der Niederlausitz gelegen, durchquert von der Spree. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Dresden  kamen wir am frühen Abend am Zielort an. Dort waren wir im Hotel „Stadt Spremberg“ untergebracht.

Dank der gut vorbereiteten Reiseplanung hatten wir die Möglichkeit, im Vorfeld zum eigentlichen Anlass unserer Fahrt noch einige attraktive Orte im Osten unseres Landes zu besuchen. Und so fuhren wir am Freitagmorgen in die Oberlausitz, zunächst nach Herrnhut.

MEDION DIGITAL CAMERA

 

 

Hier wurden wir im Kirchensaal der dort ansässigen Brüdergemeine empfangen und mit deren Geschichte durch einen interessanten Vortrag vertraut gemacht. Nach einem Rundgang durch den Ort besichtigten wir den in einer eigenwilligen Symbolik angelegten Friedhof. Bevor unsere Fahrt  weiterging, nahmen wir am Mittagsgebet im Kirchensaal teil.

Das nächste Ziel war Görlitz eine Stadt, deren Ostteil zu Polen gehört und durch die Neiße abgegrenzt ist. Diese Stadt  besticht durch lange Straßenzüge mit schön restaurierten Häuserfassaden aus der Gründerzeit und spätgotischen Renaissance- und Barock­bürgerhäusern  in der Altstadt, die von einstigem Wohlstand und Reichtum der Stadt Zeugnis geben. Dem unserem Bus zugestiegenen Stadtführer konnte man die Liebe und Begeisterung zu seiner Stadt abspüren, mit der er uns auch in die Historie einiger geschichtsträchtigen Gebäude einführte. Leider blieb keine Zeit mehr, das kulinarische Angebot von Görlitz zu genießen, aber dafür wurden wir, wie all abendlich, mit einem guten Essen in unserem Hotel entschädigt.

Am Samstagmorgen stand der zu der Kurstadt Bad Muskau in der Oberlausitz gehörende Fürst-Pückler-Park auf dem Programm. Wir hatten Gelegenheit, die Schönheit dieses über 800 Hektar großen Landschaftsparks mit seinem neu restaurierten Schloss zu erleben.

Der Park wird durch die Neiße getrennt in einen westlichen und einen zu Polen gehörenden östlichen Teil, den wir per Kutschfahrt durchquerten. Vom polnischen Kutscher erfuhren wir, dass es sich bei dem Park um ein Gartenkunstwerk handelt, das von Hermann Fürst von Pückler zwischen 1815 und 1845 angelegt wurde und dessen Gestaltung wie natürlich gegeben und gewachsen erscheint, jedoch bis ins kleinste Detail geplant wurde und dass er zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört.

MEDION DIGITAL CAMERA

 

Das letzte Ziel unserer Tagesfahrt war Hornow, ein kleiner Ort zwischen Spremberg und Forst. Hier besuchten wir die im Jahr 1992  von einem belgischen Ehepaar gegründete Schokoladenfabrik „Felicitas“.  Begrüßt wurden wir mit einem Schokolade-Willkommens­trank und erfuhren danach anhand eines Filmvortrages etwas über die Entstehung und Arbeitsweise dieses mit viel Liebe zum Detail geführten Unternehmens. Anschließend hatten wir Gelegenheit, uns im Werksverkauf mit süßen Spezialitäten und Köstlichkeiten einzudecken.

 

Wieder in Spremberg angekommen, schnupperten wir schon mal, wo die Haupt­veranstaltun­g des Sängerfestes stattfinden sollte: in einer Freilichtbühne (von unserem Hotel fußläufig in 10 Minuten zu erreichen). Hier waren die letzten Vorbereitungen wie Bühnenaufbau, Technik und Bestuhlung  noch in vollem Gange, es sollte ja alles perfekt sein.

Bereits am Samstag stand die Stadt Spremberg im Zeichen des Bundessägerfestes. Einige von uns nahmen an der Gospelnacht auf der Freilichtbühne teil. Ein Workshopchor brachte unter  Leitung von Chris Lass, einem Musiker der  deutschen Gospelszene, seine frisch erlernten Songs zu Gehör, zusätzliche Akzente setzte der esb Gospelchor unter Leitung von Thomas Wagler.

Am späten Abend war die Möglichkeit gegeben, am Abendlob, das in der schönen Kreuzkirche stattfand, teilzunehmen. Das  war ein stiller Höhepunkt, um vor Gott zur Ruhe zu kommen in Anbetung und Gesang.

MEDION DIGITAL CAMERA

 

 

Am Sonntag von 10.00 Uhr – 11.30 Uhr war auf der Freilichtbühne die Generalprobe des Großchores unter Leitung der Musikreferenten des esb Jürgen Groth und Thomas Wagler, zwei sehr engagierter und kompetenter Chorleiter, angesagt.

Nach der Probe gab es Gelegenheit zum Mittagessen an Imbiss- und Getränkeständen an der Freilichtbühne. Die gute Organisation ermöglichte einen reibungslosen Ablauf.

Gegen 13.00 Uhr füllte sich so langsam die Publikumstribüne und viele nahmen an dem im Vorprogramm vorgesehenen Volksliedersingen teil.

Vor Begrüßung, Gebet und Grußworten eröffnete der Großchor mit Orchesterbegleitung die eigentliche Festveranstaltung mit seinem gewaltigen „Jauchzet dem Herrn alle Welt.“

Die musikalische Gestaltung des Nachmittags erfolgte im Wechsel von Großchor,  der 10 Gesangsstücke zu Gehör brachte (a cappella oder mit Begleitung des Orchesters der Musikschule des Landkreises Spree-Neiße),  dem Gospelworkshop-Chor und der Band „Acts 24/7“. Lob, Anbetung, aber auch tiefe Geborgenheit in Gottes Liebe kamen  sowohl im modernen spritzigen Gospel als auch in den klassischen Evangeliumsliedern zum Ausdruck.

Zum gesungenen Evangelium verbindende Impulse gab Jürgen Werth vom ERF.

Weil Gott  (m)ein Glücksfall ist, darf und soll ich ihn loben und preisen, und es war ein erhebendes Gefühl, teilzuhaben an diesem Lobpreis gemeinsam mit etwa 500 Sängerinnen und Sängern aus dem gesamten Bundesgebiet (ein kleiner Vorgeschmack, einmal zu singen im „höheren Chor“).

Mit Dank, Gebet und dem Chorlied „Dein Segen umhülle uns“ wurde die Festgemeinde unter einem Reisesegen wieder in ihren Alltag entlassen. Das Fest war zu Ende – schade -.

Doch für uns hatte es noch einen Nachklang. Nach dem Abendessen im Hotel saßen wir noch in fröhlicher Runde zum gemeinsamen Singen zusammen und wurden dabei in bewährter Weise von Gunter Gerbershagen auf seinem Akkordeon begleitet.

Am Montagmorgen traten wir die Heimreise an. Danke für Tage fröhlicher und herzlicher Gemeinschaft!

G-Chor des CVJM Dreis-Tiefenbach

zur Blog-Übersicht

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

(Spamcheck Enabled)