Impuls von Pfr. Uwe Hasenberg – 27.03.2020

Wort der Ermutigung

 

Das tägliche Fernsehprogramm von ARD und ZDF ist jeden Abend angereichert mit Extraberichten über die Corona-Krise. Eine Talkshow folgt der anderen. Mit Politikerinnen, Virologen, Soziologinnen, Krankenschwestern und anderen, von denen niemand weiß, warum sie “ihren Senf” auch noch dazu geben müssen. Vor “fakenews” wird gewarnt, weil die Expertinnen nichts Konkretes genau wissen. Aber mitreden wollen alle, die sich eine Meinung bilden. Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut. Jeder darf sagen, was er denkt. Aber er sollte das Denken nicht überspringen. Für alle, die meinen, alles überblicken zu können, möchte ich folgende Fabel von Peter Spangenberg erzählen. “Der Löwe ließ sich von den Bären auf den Schultern tragen, als sie ihn zum König gewählt hatten. Das genoss er. Nun gebot er, die Biber sollten ihm ein Lager auf zwei Bäumen bauen, damit er alles besser übersehen könne. So geschah es, und die Bären hoben ihn hoch. Das genoss er. Bald aber gebot er, die Büffel sollen ihm ein Lager hoch auf dem Hügel bauen, damit er alles noch besser übersehen könne. So geschah es, und die Bären trugen ihn hoch hinauf. Das genoss er. Nicht lange, und er gebot, die Adler sollten ihm ein Lager auf dem höchsten Felsen bauen, damit er alles besser übersehen könne. So geschah es, und die Bären schleppten ihn hoch hinauf. Das genoss er. Wiederum nicht lange, und der Löwe gebot, die Engel sollten ihm ein Lager in den Wolken bauen, damit er alles besser übersehen könne. Das aber geschah nicht, und die Bären feixten. Der Löwe aber jammerte in der dünnen Luft seiner Höhe. Siehst du, sagte der eine Bär zu andern: Je mehr Übersicht – desto weniger Überblick. Da tanzten die Mäuse unten im Tal. Ganz wie früher.”
Wie dankbar bin ich doch, dass kein gewählter König, sondern der
Allmächtige Übersicht und Überblick behält. So bekenne ich mit Psalm
33,13-22:

Der HERR schaut vom Himmel
und sieht alle Menschenkinder.
Von seinem festen Thron sieht er auf alle,
die auf Erden wohnen.
Der ihnen allen das Herz geschaffen hat,
achtet auf alle ihre Werke.
Einem König hilft nicht seine große Macht;
ein Held kann sich nicht retten durch seine große Kraft.
Rosse helfen auch nicht; da wäre man betrogen;
und ihre große Stärke errettet nicht.
Siehe, des HERRN Auge sieht auf alle, die ihn fürchten,
die auf seine Güte hoffen,
dass er ihre Seele errette vom Tode
und sie am Leben erhalte in Hungersnot.
Unsre Seele harrt auf den HERRN;
er ist uns Hilfe und Schild.
Denn unser Herz freut sich seiner,
und wir trauen auf seinen heiligen Namen.
Deine Güte, HERR, sei über uns,
wie wir auf dich hoffen.

 

Bleiben Sie gesund und durch die Gnade Gottes bewahrt

Ihr Pfr. Uwe Hasenberg, Vorsitzender des esb

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