Impuls von Pfr. Uwe Hasenberg – 04.04.2020

Wort der Ermutigung

 

Alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. Wer ist es aber, der die Welt überwindet, wenn nicht, der da glaubt, dass Jesus Gottes Sohn ist?
(1. Brief des Johannes, Kapitel 5, Verse 4+5)

Neulich wurde in einem Fernsehbericht daran erinnert, dass die Virologen vor einigen Jahrzehnten die Pocken weltweit besiegt hatten. Das war ein großartiger, medizinischer Erfolg und rettete sehr vielen Menschen das Leben in dieser Welt. Was für ein Sieg! Von einem Sieg reden die Virologen zur Zeit nicht. Verbreitet ist die Rede von einem “verhaltenen Optimismus”. Reicht das aus, um die Sorgen der Menschen zu vertreiben? Reicht das aus, um Zuversicht zu verbreiten? Das Einkaufsverhalten der Deutschen hat sich, was das “Hamstern” von Toilettenpapier angeht, nicht verändert. Mehr als einen verhaltenen Optimismus entnehme ich den Aussagen des Apostels Johannes: “Unser Glaube ist der Sieg.” Nicht irgendein Glaube, sondern unser Glaube. Unser Glaube, der zum Inhalt, dass Jesus Gottes Sohn ist. Jesus – das ist der, den sie kreuzigten und umbrachten. Jesus – das ist der, der starb. Er, der die Gemeinschaft mit den Kranken, Ausgestoßenen und Schuldiggewordenen suchte und lebte, starb einsam, denn alle Freunde verließen ihn. Er, der Stürme stillen konnte durch die Macht seiner Worte, war ohnmächtig am Kreuz, hilflos und schutzlos Sie begruben seinen Leichnam. Sie trauerten um ihn. Doch nach zwei Nächten, am dritten Tag, war das Grab leer. Gott hatte Jesus von den Toten auferweckt. Auch das ist Inhalt des Glaubens. Der Verlierer in den Augen der Menschen wurde von Gott zum Sieger gemacht und erklärt. Und so wie ein Tor im Fußball einer ganzen Mannschaft den Sieg bringen kann, so kann der eine Sohn Gottes alle Menschen, die zu ihm gehören, den Sieg bringen über Krankheit, Verzweiflung, Schuld und Tod. Wer glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, der gehört zu ihm. Das ist der Optimismus, auf den ich mich verlassen. Im Blick auf Corona, im Blick auf das Leiden und Sterben des Herrn Jesus Christus, im Blick auf die Auferstehung von den Toten zu Ostern. An diesem Wochenende vor der Karwoche wünsche ich Ihnen diesen Optimismus des Lebendigen und derer, die zu ihm gehören. Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt mit allem, was dazugehört wie Corona, längst überwunden hat.
Sonntag für Sonntag jubeln auch viele Christinnen und Christen weltweit über einen ganz besonderen Sieg und nennen die Jubelfeier im deutschsprachigen Raum oft Gottesdienst. Zugegeben: manchmal ist der Jubel nicht ganz so euphorisch. Manche sehen auch in der Zurückhaltung und Nüchternheit die angemessene Form, den Sieg zu feiern. Und zur Zeit gibt es nur häusliche Siegesfeiern. Aber Sieg bleibt Sieg.

 

Zum Sieg des Glaubens beglückwünscht und grüßt Sie
Ihr Pfr. Uwe Hasenberg, Vorsitzender des esb

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