Impuls von Frau Brigitte Wagler 10.06.2020

Wort der Ermutigung

 

Phil.4.7 Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus.

„Ist schon gut, Papa, ich lass dich jetzt im Frieden auf Erden.“, spricht der kleine Junge, nachdem er seinen Vater mit Fragen nach der Weihnachtsgeschichte nervte.

Ist das schon Frieden, wenn man nicht gestört wird? Es lohnt sich nachzudenken.

Paulus stellt fest: Der Frieden im Herzen hängt zusammen mit Gebet und Danksagung Gott gegenüber, dann wird der Friede Gottes Herzen und Sinne umgeben. – „Dankbarkeit ist der Wächter am Tor des Herzens gegen Mächte der Zerstörung“, Gabriel Marcel.

Das sollten wir immer wieder ausprobieren.

Man spürt es einem Menschen ab, ob er mit Gott und seiner Lebenssituation im Frieden lebt. Der Friede Gottes hat seinen Sitz nicht in unserer Welt. Aus der ewigen Welt wendet sich Gott mit dieser guten Gabe uns bedürftigen Menschen zu. Von Mitchristen bekommen wir ihn zugesprochen. Im Gottesdienst nehme ich ihn bewusst an – als Stärkung und Rückhalt für die Aufgaben, als erfahrbare bewahrende Gemeinschaft mit Gott.

Paulus macht deutlich, wir können den Frieden Gottes gar nicht verstehen und begreifen. Er ist himmlischen und geistlichen Ursprungs und Schöpfung Gottes – sein Wort ist Tat. Friede Gottes steht über unserem Denkvermögen und ist das Erstrebenswerteste in unserem Leben.

Nach der Auferstehung begrüßte Jesus seine Jünger mit “Friede sei mit euch“. Er kam gerade von der großen Aktion zurück, mit der er uns diesen Gottesfrieden ermöglicht. Frieden mit Gott konnte er nur durch sein „Sich selbst opfern“  bringen. – Warum? Das übersteigt eben unsere Vernunft – unser kleines menschliches vernünftiges Denken. Wenn wir dies glauben können, dann ist es eine gnädige barmherzige Zuwendung Gottes zu uns und nicht erklärbar. Dabei dürfen wir nicht beim theoretischen Fürwahr halten stehen bleiben. – Sondern: Gott ist immer für mich, indem er sich als treu sorgender Vater zeigt. Mit Gott im Frieden sein, bedeutet, ohne Angst leben und sterben. Das ist Befreiung.

„Der Friede Gottes bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus“. Diese Aussage zeigt uns, wie gefährdet wir sind. Der Gottesfriede passt auf uns auf, dass wir in dieser engen Beziehung mit Jesus bleiben. Er ist als eine beschützende, bewahrende Macht um unser Herz und unsere Gedanken gelegt. Er bewahrt vor Abgleiten in sündige Abhängigkeiten und böse Zielvorstellungen.

Herz ist eine Beschreibung für die innerste Persönlichkeit, für unser Denken und die Motivation unseres Handelns.

Sinne steht für Gefühle, Beeinflussung von außen und Ausrichtung unserer Gesinnung – was bestimmt mich und wo will ich hin!

Überlasse ich wirklich Gott das Sagen über mein Leben? Der Friede Gottes, dieses zugeeignete Heil, soll uns fest halten in der Lebensverbindung mit Jesus Christus. Christus übernimmt die Verantwortung für unseren Lebensweg.

Niemand kann mir Böses tun, denn bei ihm bin ich geborgen. Gottloses Denken in der Gesellschaft können meine Entscheidungen nicht grundlegend beeinflussen. Deshalb dürfen wir gelassen im Aufblick zu Ihm die Zukunft vor uns sehen.

Ich möchte Mut machen den Frieden Gottes in allen Lebenssituationen bewusst zu erbitten und einzulassen. Empfangt ihn als Tatsache, wenn er euch zugesprochen wird!

Brigitte Wagler

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